Foto Scheplerstrasse
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Foto Scheplerstrasse

Scheplerstraße

Scheplerstraße. Villa Untergrund. Alles begann 1998 mit 23 Erwachsenen und sechs Kindern.

Jetzt sind wir 14 Jahre alt, erlebten 14 Umzüge im Haus, beklagten neun Auszüge, freuten uns über vier Einzüge, begrüßten drei Wiedereinzüge und neun neue Kinder. Neben drei Wohnungstrennungen meisterten wir vier Umbauten mit Küchenverlegungen. Und es gibt in unserem Wohnprojekt eine Gast-WG (die dortigen Ein-, Aus- und Umzüge haben wir noch nicht mitgerechnet).

Zwei Katzen und drei Sabines später können wir sagen: Das Leben ist kein langer, ruhiger Fluss.

Wir wissen nicht, was andere empfehlen, wir empfehlen: flexibel planen und locker bleiben. Damit auch Ihr morgen noch gerne zusammenwohnt.

Wohnprojekt Villa Untergrund e.V.

  • Scheplerstraße, Altona
  • 1998
  • 906qm
  • 6
  • STATTBAU HAMBURG
  • Beata Huke-Schubert
  • Wohnungsbaukreditanstalt: Neubauförderung 1. Förderungsweg

Scheplerstraße. Budenzauber. Auch wir haben bald ein Jubiläum: Im Februar 2013 wird es fünfzehn Jahre her sein, dass wir endlich unser neu – und teilweise selbst gebautes Haus beziehen konnten.

Nie hätte 
ich vermutet, wie viel sich seitdem verändern würde, wie viele Aus- und Einzüge mit und ohne Streit wir gemeinsam bewältigen mussten, wie oft wir umgebaut haben, wie sehr sich die Bedürfnisse der Einzelnen veränderten, weil die Kinder aus dem Haus gezogen sind oder neue geboren wurden oder Partner dazugekommen sind oder, oder, oder …

Zusammen zu planen und zu bauen war schön und schwer, und zusammen zu leben ist schön, aber kein bisschen leichter! Die Zeit der Wohngemeinschaften, so wie wir damals angefangen haben, ist wohl vorbei, und die meisten von uns sind auch nicht mehr in der „poststudentischen“ Phase. Je älter wir werden, desto schwieriger ist es für die Wenigen von uns, die noch so wohnen wollen, neue Mitbewohnerinnen und Mitbewohner zu finden.

Hat es sich rückblickend gelohnt, so viel Energie und Lebenszeit investiert zu haben, um dieses Haus zu bauen und mitzugestalten? Für mich heißt die Antwort ganz klar: Ja!

Es ist ein gutes Gefühl, unten vor all den Klingeln zu stehen und zu denken: Die darf ich im Zweifelsfall alle drücken, wenn ich Hilfe brauche. Oder an einem freien Tag einfach so im Schlafanzug die Treppe zum Waschkeller runterzulaufen. Oder zu zehnt in ein Zimmer gequetscht Tag für Tag Weltmeisterschaft
 zu gucken, und immer kocht jemand. Oder einen Geburtstags-Brunch für alle zu machen.
 Oder schon so viele Jahre an den Kindern der anderen Anteil zu nehmen. Oder die tollen Riesenfeiern mit 70, 80 Leuten im Keller zu zelebrieren oder, oder, oder …

Wohnprojekt Budenzauber e.V.

  • Scheplerstraße, Altona
  • 1998
  • 933qm
  • 10
  • STATTBAU HAMBURG
  • Beata Huke-Schubert
  • Wohnungsbaukreditanstalt: Neubauförderung 3. Förderungsweg